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Alpenregionen fordern ebenfalls eine Alpentransitbörse

  • 01.12.2011
Image Alpenregionen fordern ebenfalls eine Alpentransitbörse

Die Regionen im Alpenbogen wollen gemeinsam die Zahl der Lastwagenfahrten reduzieren. Dieses Ziel möchten sie mit der Einführung einer Alpentransitbörse erreichen. Der gemeinsamen Absicht der Alpenregionen, geäussert an der internationalen „iMonitraf“-Konferenz in Luzern, müssen in Bern und Brüssel konkrete Schritte folgen.

Auch wenn man es in Brüssel, Rom, Paris oder Wien nicht gerne hört: Die vom Lastwagentransitverkehr betroffenen Alpenregionen sind sich einig. Es braucht ein alpenweites Steuerungsinstrument wie die Alpentransitbörse, um die Regionen Rhône-Alpes, das Tirol, dass Südtirol, das Aostatal, das Friaul, das Piemont, die Zentralschweizer Kantone und das Tessin vom heute untragbaren Schwerverkehr zu entlasten.

Die Schweiz hat das im Gesetz verankerte Zwischenziel, dass 2011 nur noch 1 Million Lastwagen die Alpen durchqueren sollen, klar verfehlt. Das hat, gleich wie in den anderen Regionen, „entsprechende negative Auswirkungen auf die Anwohner und die Umwelt“, wie die Mitglieder von „iMonitraf“ schreiben. Das heisst, die Verlagerung der Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene wurde zu wenig konsequent vorangetrieben. Der Schweizer Bundesrat hat bereits seit 1994 den Verfassungsauftrag, diese Verlagerung umzusetzen. Es gibt keinen Grund, davon abzuweichen. Das zeigt gerade auch die gemeinsame Forderung aus dem Alpenraum nach einer Alpentransitbörse und der Reduktion der Transitfahrten von Lastwagen. Zum ersten Mal auch (!) haben die Kantons- und Landesregierungen für die jeweiligen Achsen konkrete Zahlen vorgelegt. Für die Schweiz sind es 650‘000 alpenquerende Lastwagen pro Jahr, so wie es im GVVG definiert ist. Für den Brenner sind es 1 Million usw.

Eine zweite Strassenröhre am Gotthard hingegen ist mit der Umsetzung der Verlagerungspolitik nicht zu vereinbaren. Vielmehr wäre sie die perfekte Einladung an  das Lastwagen-Transportgewerbe. Die Sanierung des Gotthardstrassentunnels kann vielmehr als Chance genutzt werden, die Verlagerungspolitik und die Alpentransitbörse europaweit zu verankern – so, wie es die Alpenregionen in Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz fordern.

Kontakt

Alf Arnold, Geschäftsführer Alpen-Initiative, Altdorf, 079 711 57 13
Fabio Pedrina, Präsident Alpen-Initiative, Airolo, 079 249 29 42

Alpentransitbörse
Herrengasse 2
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